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Raum für Gutes – Jahresbericht 2017/2018

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Jahresbericht 2017/2018

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Berichte des Vorstands

Der Vorstand berichtet über die Schwerpunkte der Arbeit 2017/2018.

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Platz da – Raum für Gutes

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„Suchet der Stadt Bestes“, sagt der Prophet Jeremia im Alten Testament. Das ist nach kirchlich-diakonischem Verständnis dann erreicht, wenn sich alle Menschen an Leib und Seele in ihrem Umfeld wohlfühlen.

Menschen brauchen eine für sie bezahlbare Wohnung und, wenn es ihnen möglich ist, auch Arbeit. Ob Menschen in Armut leben, pflegebedürftig sind oder eine Behinderung haben: Die Diakonie hat dezentrale Angebote in den Stadtteilen, damit alle Menschen mittendrin wohnen und dort anderen begegnen können. Junge Familien sollen Kinderbetreuung und eine gute Verkehrsanbindung finden, ältere Menschen schnellen Zugang zu ärztlicher und pflegerischer Versorgung. Auch Menschen mit Behinderungen sowie Migranten gehören mitten hinein.

Kirchengemeinden und Diakonie bieten vor Ort Plätze in Wohngemeinschaften, Familienzentren und Begegnungscafés, Arbeitsgelegenheiten, Mittagstische oder Betreutes Wohnen an. Besonders erfreulich ist es, wenn diakonische Einrichtungen und Initiativen, Kirchengemeinden und andere Akteure in der Stadt sich zusammentun und gemeinsam ein gutes Miteinander schaffen.

Kirche und Diakonie setzen sich für den sozialen Wohnungsbau ein und entwickeln zukunftsfähige Konzepte. Diakonische Träger bemühen sich intensiv, Wohnraum für benachteiligte Menschen zu schaffen. In einem Siedlungsfonds stellt die Evangelische Landeskirche in Württemberg Treuhandvermögen zur Verfügung. Damit können Mitgliedseinrichtungen zum Beispiel Mittel des Landeswohnbauprogramms in Anspruch nehmen und zusätzlich von der Diakonie Württemberg, teilweise auch als Ersatz für die nicht vorhandenen Eigenmittel, ein Darlehen erhalten.





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Peter Kriesel, Leiter des Kinderhauses Hallschlag
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Peter Kriesel, Leiter des Kinderhauses Hallschlag der Evangelischen Gesellschaft, sitzt in seinem Büro, Adresse: Am Römerkastell 73. Draußen vor der Tür herrscht ein lebhaftes Kommen und Gehen. Ein kleiner Junge mit großem Ranzen platzt herein und strahlt: „Heute ist doch Montag, Spielzeugtag, ich habe etwas mitgebracht“, sagt er und zieht ein Telefon aus dem Ranzen. Dann erklärt er Peter Kriesel, wie er damit zeigen will, wie man die Feuerwehr anruft, wenn etwas passiert.

Als Peter Kriesel den Jungen nach einer kleinen Unterhaltung wieder aus dem Büro bugsiert hat, erzählt er die Geschichte des Kinderhauses Hallschlag, das heute Platz für 65 Kinder bietet und Mitglied im Diakonischen Werk Württemberg ist: „Das Nachbarschaftszentrum, getragen vom Förderverein Ehrenamtliche Gemeinwesenarbeit e.V., wurde 1999 aus einer Stadtteilinitiative, Hallschlag 2000, heraus gegründet. Damals haben sich einige Aktive gefragt, was es denn am wichtigsten zu tun gäbe, um in einem sozialen Brennpunkt mit hoher Delinquenz-Rate Kindern, Jugendlichen und Familien zu helfen? Ein Nachbarschaftszentrum als neues Gemeinwesen-Zentrum mit sozialen Diensten für Kinder, Jugendliche und Familien gründen, war die Antwort.“

Der Hallschlag ist ein Stadtteil des ältesten und einwohnerstärksten Stuttgarter Stadtbezirks Bad Cannstatt. Hier leben rund 7.500 Menschen, darunter mehr als 71 Prozent mit Migrationshintergrund. Die Arbeitslosenquote im Quartier liegt bei 16,7 Prozent (Quelle: Datenkompass Stadtbezirke Stuttgart 2014/2015). „Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden hier zahlreiche Siedlungshäuser hochgezogen“, erzählt Peter Kriesel, der das Kinderhaus Hallschlag seit acht Jahren leitet und zuvor im Stadtteil als Familienhelfer unterwegs war. Entsprechend veraltet und marode waren die Wohnungen in den 1990er Jahren, hier wohnte niemand, der es zu etwas gebracht hatte. Wenn man vom Hallschlag kam, war man abgestempelt, darunter litten vor allem die Kinder und Jugendlichen.

Doch dieses Negativ-Image wollte einige engagierte Bürger und Einrichtungen nicht stehen lassen – schon Ende der 1960er Jahren hatte es erste Initiativen im Bereich Bildung und Kinderbetreuung gegeben. Kirchengemeinden, verschiedene städtische und private Einrichtungen und Träger brachten sich ein, um den Hallschlag als lebenswerten Stadtteil zu gestalten. Den dringenden baulichen Sanierungs-Aufgaben folgend, war im Jahr 2007 die Aufnahme des Hallschlags in das Bund-Länder- Programm Soziale Stadt ein weiterer Meilenstein. Dieses Programm zog in den vergangenen zehn Jahren zahlreiche städtebauliche und soziale Projekte und Initiativen zur Aufwertung des Stadtteils nach sich.

So gab es umfangreiche Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen, eine Vielzahl an sozialen Projekten wurde gefördert, und der Stadtteil wurde beispielsweise durch das Einsetzen der Stadtbahnlinie U12 wieder besser an die City angebunden – alles, um das Miteinander und Zusammenleben der multikulturellen Bürgerschaft im Hallschlag zu stärken und fördern.



Peter Kriesel, Leiter des Kinderhauses Hallschlag
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Nachbarschaftszentrum mit sozialen Diensten für Kinder, Jugendliche und Familien
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Ulrike Bachir vom Stuttgarter Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung gehört von Anfang an zum Team des Programms Soziale Stadt im Hallschlag. „Schwerpunkt war für uns der öffentliche Raum und der Wohnungsbau mit Sanierungen und Neubauten. Alle Spielplätze, alle Parks und öffentlichen Plätze haben wir saniert, zusätzlich haben wir den Travertinpark geschaffen, ein reizvolles Naherholungsgebiet, das über den Stadtteil hinaus Anziehungskraft hat.“ Insgesamt wurden 15 Millionen Euro öffentliche Fördergelder in den Hallschlag investiert, aus dem privaten Bereich folgte in etwa ein Zehnfaches. Dazu kamen nichtinvestive Maßnahmen – Bürgerbeteiligung und Vernetzung hatten und haben hier Priorität.

Zwar gab es schon viele Initiativen und Träger im Stadtteil, doch die Angebote waren nicht optimal aufeinander abgestimmt, wie Ulrike Bachir und das Stadtteilteam feststellten: „Wir haben die Vernetzung im Quartier analysiert und mit einem externen Quartiersmanagement und in der Bürgerbeteiligung geschaut, wie man die Angebote optimieren kann.“ Diese strukturierte Herangehensweise ist auch für Peter Kriesel Voraussetzung für das Gelingen der vernetzten Stadtteilarbeit: „So etwas muss professionell organisiert werden, sonst läuft es schief.“

Der Einsatz hat sich gelohnt. „Die Kooperation läuft gut, die Vernetzung ist gut aufgestellt“, lobt Ulrike Bachir. „Heute ist es teils so, dass 20 Träger an einem Tisch sitzen, inklusive der Schulleitungen, so wie in der Themengruppe Bildung. Da kann man sich sehr gut einen Überblick verschaffen, und alle haben festgestellt, dass jeder etwas mitnehmen kann. Wichtig ist, dass alle miteinander kooperieren, egal ob die Stadt, die Kirchen oder die AWO.“

Die Entwicklung lebenswerter Quartiere ist etwas, das alle angeht. Das war auch das Ergebnis eines Fachtags der Diakonie Württemberg im Frühjahr 2017: „Wenn es gut werden soll, dann sind wir nicht nur aufeinander angewiesen, sondern: Eine aktive Gestaltung der Kooperation ist die Voraussetzung schlechthin für gutes Gelingen“, stellte dort, Eva-Maria Armbruster,Vorstand Sozialpolitik im Diakonischen Werk Württemberg, fest. „Quartiere sind auf Impulse und Schrittmacher aus allen gesellschaftlichen Gruppierungen angewiesen“, so Armbruster. In der Diakonie sei es das Anliegen, die Verantwortung für eine gerechte und solidarische Gesellschaft ernst zu nehmen und den Sozialraum mit allen Nachbarn im Gemeinwesen gemeinsam zu gestalten und zu erarbeiten.“

Auch Peter Kriesel sieht das so: „Die gute Vernetzung der verschiedenen Einrichtungen im Hallschlag macht sehr viel aus. Dazu gehört auch die starke Einbindung der Kirchengemeinden. Um etwas zu bewegen, muss man kreativ und widerstandsfähig sein, etwas fest im Sinn haben und das geht am besten gemeinsam.“ Gemeinsam wurde im Hallschlag viel erreicht: „Wenn ich Besucher durch den Stadtteil führe, dann höre ich immer wieder, dass man es nicht mehr sieht, dass das hier ein sozialer Brennpunkt war“, berichtet Peter Kriesel.

Allein unter dem Dach des Familien- und Nachbarschaftszentrums gibt es eine Vielzahl von Einrichtungen und Angeboten: eine Beratungsstelle des Jugendamts, eine Außenstelle des Gesundheitsamts, den Nachbarschaftstreff mit Sprachkursen für Eltern, Handarbeitskursen oder auch die „Nachba“r mit Gastronomie und Kultur. Insgesamt bietet der Stadtteil unter anderem rund ein Dutzend Tagesstätten für Kinder, eine Begegnungsstätte nicht nur für die älteren Mitbürger, einen Aktiv- und einen Abenteuerspielplatz, ein Kinder- und Jugendhaus, die verschiedensten Angebote der Mobilen Jugendarbeit, Mehrgenerationenfrühstück und nicht zuletzt eine eigene Stadtteilzeitung.
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Das Bienenhotel wird enthüllt
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Ein Schwerpunktprojekt seit 2013, an dem das Kinderhaus maßgeblich beteiligt war und ist: „Natur im Hallschlag“, ein Nachhaltigkeits-Projekt, finanziert von der Stiftung Baden-Württemberg, das bis 2018 weiterläuft. Kinder, Jugendliche und Erwachsene waren in die verschiedensten Projektaktivitäten eingebunden, vom Naturerlebnis auf dem AKI Dracheninsel über den Bau von Bienenhotels, bis hin zum Natur- Theaterprojekt in der Carl-Benz-Schule und in Kooperation mit Bürgergärten e.V., einem Verein, der auf einem städtischen Grundstück ökologischen Gartenbau für Migrantenfamilien verwirklicht.

Diese Vielfalt an Angeboten, Leistungen und Initiativen wurde denn auch belohnt: Der Hallschlag erhielt im November 2017 im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Quartier 2020“ des baden-württembergischen Sozialministeriums eine Auszeichnung als „innovatives Konzept zur Quartiersentwicklung“. Insgesamt 53 Konzepte „mit Vorbildcharakter“, so Minister Manne Luche, aus dem ganzen Land wurde dabei ausgezeichnet; so erhielt beispielsweise der Sonnenhof in Schwäbisch Hall den Sonderpreis Inklusion; die Einrichtung wird schon seit einigen Jahren gezielt hin zu einem "inklusiven Quartier für alle" verändert, führt gelebte Sozialraumorientierung beispielhaft vor.

Die 50.000 Euro Preisgeld für den Hallschlag werden, wie Ulrike Bachir erläutert, in die Arbeit im Projekt Römerkastell 69 fließen. Das neue Mehrgenerationenhaus, das zum Sommer 2018 fertig sein wird, vereinigt Wohnen für Senioren, eine selbstverwaltete Demenzwohngruppe, die neue AWO-Begegnungsstätte sowie Räume für Kinderhaus und Familienzentrum. Ulrike Bachir: „Das ist die Vollendung der sozialen Mitte, die den Hallschlag stabilisieren soll. Die Menschen sollen wissen, da kann ich hingehen, wenn ich etwas brauche.“

So wie die neuen Räume für die Mobile Jugendarbeit im Hallschlag in der Rostocker Straße 2 hat auch das Mehrgenerationenhaus, das ebenso von der SWSG gebaut wurde, eine Nutzungs- und Mietpreisbindung für die nächsten 25 Jahre. Die Existenz der beiden Einrichtungen ist damit weitgehend gesichert. Das Programm Soziale Stadt läuft offiziell im Frühjahr 2018 aus, eine Verlängerung um zwei Jahre scheint gesichert und Ulrike Bachir zeigt sich zuversichtlich, dass im Hallschlag die positive Entwicklung anhält: „Wir haben den Stadtteil ertüchtigen können, dass es unter der aktiven Beteiligung aller gut weitergehen kann.“

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Inklusives Quartier für alle
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Der Sonnenhof in Schwäbisch Hall, diakonische Einrichtung für Menschen mit Behinderung, ist vom baden-württembergischen Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha (Grüne) beim Ideenwettbewerb „Quartier 2020" mit dem Sonderpreis Inklusion ausgezeichnet worden.

53 kommunale Quartiers-Konzepte haben eine Auszeichnung bekommen. Sie zeigten, „wie man lebenswerte, generationenübergreifende Quartiere schaffen kann und damit den Zusammenhalt in den Nachbarschaften, Stadtvierteln und Dörfern stärkt", sagte Lucha. Die Preise sind mit insgesamt 2,7 Millionen Euro dotiert. Beworben hatten sich 147 Kommunen unter dem Motto „Heute das Zusammenleben von morgen gestalten".

Das Gelände des Sonnenhofs wird seit einigen Jahren gezielt hin zu einem „inklusiven Quartier für alle“ verändert. So ist die Festhalle Arche des Sonnenhofs auch ein Kulturzentrum mit öffentlichen Angeboten und für Spaziergänger offene Wege führen an den Gehegen der Therapietiere auf dem parkähnlichen Gelände vorbei. Im Jahr 2015 gab es einen städtebaulichen Wettbewerb mit dem Ziel, einen Teil des Geländes ab 2020 mit Wohnungen für Jung und Alt zu bebauen, gemischt mit Einrichtungen des Sonnenhofs. Die Nachbarschaft und die Stadt Schwäbisch Hall werden eng in die Entwicklung dieses neuen, inklusiven Quartiers eingebunden.

Die inklusionsorientierte Weiterentwicklung verläuft unter zwei Voraussetzungen: Die Wohnangebote werden an das Heimrecht angepasst und bei der Weiterentwicklung der Angebote besonders die einzelne Person und die Sozialraumorientierung in den Blick genommen. „Ein wesentlicher Leitgedanke ist dabei, dass auch Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf und schweren geistigen Beeinträchtigungen ein Recht auf ein möglichst selbstbestimmtes Leben in sozialen Bezügen haben, damit sie ihre Bürgerrechte wahrnehmen und am öffentlichen Leben teilhaben können“, sagt Sonnenhof-Sprecher Traugott Hascher.

Bei der inklusionsorientierten Weiterentwicklung ist die Vision des nachbarschaftlichen Wohnens und Lebens grundlegend: Das bedeutet, dass Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander wohnen und eine entsprechende Weiterentwicklung des Einrichtungsgeländes bewusst geplant und angestrebt wird. Diese Weiterentwicklung beinhaltet zugleich ein schrittweises Zusammenwachsen mit dem benachbarten Wohngebiet.
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Digitalisierung

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Teilhabe

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Engagement beim Bundesteilhabegesetz

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Ziel des Bundesteilhabegesetzes ist es, die Unterstützung von Menschen mit Behinderung
personenzentriert zu organisieren. Das bedeutet, dass sich Menschen mit Unterstützungsbedarf nicht nach den Angeboten der Träger oder Einrichtungen richten müssen, sondern diese ihre Angebote so ausgestalten müssen, wie sie den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen mit Behinderungen entsprechen.
Dieser Systemwechsel, der in vielen Einrichtungen schon seit vielen Jahren begonnen hat, muss nun auch in Gesetzten, Verordnungen und Verträgen ausgeformt werden.

Das DWW beteiligt sich intensiv an den dazu erforderlichen Vorarbeiten und Verhandlungen. Hierzu bringen Mitarbeitende der Träger und Einrichtungen viel Zeit und Know-How ein. Die Fachabteilung sowie die Querschnittsabteilungen der Landesgeschäftsstelle beschäftigen sich intensiv mit den Themenstellungen. Im Austausch mit den Mitgliedern und mit der Sachkenntnis in der Landesgeschäftsstelle leistet das DWW einen wichtigen Beitrag zu einer an den Bedürfnissen der
Menschen mit Behinderungen orientierten, inklusiven Gesellschaft.
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SWR Radiobeitrag vom 4.Oktober 2018

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Zahlreiche kreative Möglichkeiten, Inklusion konkret zu leben, haben Projekte und Initiative aus der Evangelischen Landeskirche und ihrer Diakonie präsentiert und diskutiert. Rund 700 Menschen kamen im Stuttgarter Hospitalhof zu einer großen, barrierefreien Messe zusammen. „Ob stark oder schwach, ob wir etwas können oder nicht – wir alle sind durch den Heiligen Geist verbunden und gleich viel wert“, sagte Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg, beim Auftakt. Inklusion sei mehr als Rampen, es komme auf eine Haltung an, „die sich darauf auswirkt, wie wir denken“.

Weitere Informationen und Bilder


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Altersarmut betrifft oft Frauen
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Gesetzliche und soziale Hilfen sind unzureichend und gehen zurück: Baden-Württemberg ist eines der reichsten Bundesländer Deutschlands, eines der reichsten Länder auf dieser Erde.
Und doch nimmt auch bei uns die Armut zu: Der Anteil der armutsgefährdeten Menschen in unserem Bundesland ist in den vergangenen zehn Jahren auf zuletzt 15,4 Prozent angestiegen. Auch die Zahl der auf eine soziale Grundsicherung (die unterhalb der Armutsgrenze liegt) angewiesenen Menschen ist auf über 645.000 angestiegen.

Die Diakonie hat seit Einführung des SGB II (Hartz IV) darauf hingewiesen, dass die Regelleistungen für die Hilfeberechtigten zu niedrig ausfallen. Insbesondere bei der Regelleistungsfestsetzung 2016 sind tatsächliche Bedarfe willkürlich aus den Regelsätzen herausgerechnet worden, und die Regelsätze für Erwachsenen fallen um bis zu 150 Euro zu niedrig aus.

Außerdem werden in vielen Fällen von den Jobcentern nicht die tatsächlichen Unterkunftskosten übernommen, weil die Wohnungen der Hilfeberechtigten angeblich unangemessen teuer sind. Die Mittel für aktive Fördermaßnahmen betrugen im Jahr 2010 noch über 1.300 Euro pro Hilfeberechtigtem, 2018 sind dafür entsprechend dem aktuellen Bundeshaushalt noch ca. 960 Euro vorgesehen. Ob sich daran aufgrund der neuen Pläne der Bundesregierung etwas ändert, bleibt noch abzuwarten.

Dass die Hilfen für arme Menschen so unzureichend sind, hat zur Folge, dass viele Hilfebedarfe nicht mehr abgedeckt werden, zumal manche Hilfen nur über aufwendige Antragsverfahren zu erhalten sind. An erster Stelle steht dabei die Arbeit. Arbeit ist eine zentrale Teilhabekategorie für Menschen in jeder Lebens- und auch Notlage. Nicht nur Arbeitslose, sondern auch Flüchtlinge und Migranten, wohnungslose, kranke und behinderte Menschen brauchen Teilhabe an und durch Arbeit. Aber auch die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen, an Freizeit- und Erholungsmaßnahmen ist für Arme oft nicht mehr erreichbar. Ein Computer, Sportausrüstung oder auch ein Musikinstrument ist für Kinder in armen Familien nicht finanzierbar.

Beispiele konkreter Hilfen: Diakonie und Kirchen treten auf der politischen Ebene für eine grundsätzliche Verbesserung der Grundsicherung und ihrer Rahmenbedingungen ein, aber wir engagieren uns auch vor Ort und im Einzelfall. Über das Programm der Teilhabegutscheine und die Mittel der örtlichen Kirchengemeinde konnte einer vierköpfigen Familie die gemeinsame Teilnahme an einer Erholungsmaßnahme ermöglicht werden. Auch durch Teilhabegutscheine und durch die Aktion 1+1 werden Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Menschen finanziert, die sonst auf dem Arbeitsmarkt den Anschluss verlieren würden. Ein Grafiker beispielsweise, der aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen keine Stelle mehr findet, wird in einem diakonischen Sozialunternehmen bis zur Rente beschäftigt, damit er nicht in die Altersarmut gerät.
Altersarmut betrifft oft Frauen
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Thomas Fischer hat über die Teilhabegutscheine Arbeit gefunden. Nach dreijähriger Arbeitslosigkeit ist er seit 2013 als Mesner und Hausmeister in der Evangelischen Kirchengemeinde Remseck-Aldingen tätig und nun im 1. Arbeitsmarkt angekommen: „Durch die Arbeit hat mein Tag endlich wieder Struktur bekommen. Ich bin froh, dass ich mein eigenes Geld verdiene und damit auch am sozialen Leben wieder teilhaben kann.“ Für Pfarrer Jens Keil, Pfarrer in Remseck-Aldingen, war der Teilhabegutschein eine gute Lösung: „Kirchengemeinden haben personell wenig Spielraum. Durch den Gutschein konnten wir Herrn Fischer unbürokratisch erst stundenweise anstellen, was sich immer weiter bis zur Festanstellung entwickelt hat.“ Die Kirchengemeinde hielt auch zu Herrn Fischer, als er einen Rückfall in die Alkoholsucht erlitt. Die Therapie habe er auch Dank des Rückhalts der Kirchengemeinde geschafft, so Fischer. Pfarrer Jens Keil: „Auch wenn es zwischendurch schwierig war: Wir sind froh Herrn Fischer als motivierten, zuverlässigen und engagierten Mitarbeiter zu haben."

Weitere Informationen
Beitrag des Kirchenfernsehens über die Teilhabegutscheine
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Die bisher größte Lange Tafel in Baden-Württemberg, die sich über 280 Meter durch die Nürtinger Fußgängerzone zog, war inklusiv und bezog geflüchtete Menschen mit ein. Willkommen waren alle, um gemeinsam das zehnjährige Bestehen der Vesperkirche in Nürtingen und das 500-jährige Reformationsjubiläum zu feiern. Ein Teil des Opfers ging an Brot für die Welt.




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"Unterwegs zu einer Welt" ist seit 2016 das Motto des Brot für die Welt-Mobils. Auch 2017/2018 war es wieder in ganz Württemberg unterwegs.
Mehr erfahren unter www.brotmobil.de
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Im April machte es Station in der Kirchengemeinde Ostelsheim. Im Mittendrin-Gottesdienst und dem anschließendem Treffen bei fair gehandeltem Kaffee, Tee und Kakao standen die Themen Weltweite Gerechtigkeit und das Motto der 59. Aktion von Brot für die Welt „Wasser für alle!“ im Mittelpunkt.
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Vom 11. bis 13.05.2018 fand die erste Flüchtlingsmännertagung in der Evangelischen Akademie Bad Boll statt. Über 30 junge geflüchtete Männer aus verschiedenen Herkunftsländern trafen sich zum Thema „Ankommen, Einladen, Perspektiven finden“. Einem gehörlösen Geflüchteten aus Afghanistan konnte die Teilnahme aus Mitteln des Fonds für Inklusion ermöglicht werden.


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Kinder aus aller Welt treffen sich beim Spiele-Treff in Gaildorf. Initiatorin ist die kirchlich-diakonische Flüchtlingsarbeit im Kreisdiakonieverband Schwäbisch Hall.

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Jugendhilfe

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Internationale Diakonie

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Die Aktion „Singen | Kochen | Teilen“ der Landesstelle Brot für die Welt Württemberg fand am 15. Juni 2018 mit einem öffentlichen Konzert in der Matthäuskirche in Stuttgart-Heslach ihren Abschluss.
Gewonnen hatten und auftreten waren an dem Abend das Gospel Haus aus Stuttgart, der Internationale Chor Fellbach und der Kirchenchor Horizonte aus Höpfigheim.


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singen | kochen | teilen

Der Kirchenchor Horizonte aus Höpfigheim beim Einsingen vor dem Konzert.

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Internationaler Chor Fellbach
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Sternekoch Frank Oehler (2. v.r.) im Gespräch mit Dieter Pool, Dr. Birgit Susanne Dinzinger und Oberkirchenrat Dieter Kaufmann (v.l.)
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Frank Oehler beim Anrichten der Teller.
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Gospel Haus beim obligatorischen Gruppen-Selfie zum Abschluss des Abends.
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Wirtschaftsberatung

Zur Refinanzierung der Investitionskosten von neuen Pflegeheimen

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Die Berechnung von Investitionskostensätzen zur Refinanzierung der Investitionskosten (IK) von neuen Pflegeheimen war bisher ungeklärt und zwischen Leistungserbringern und Kostenträgern umstritten. Nun konnte sich eine AG unter Moderation des Sozialministeriums auf einen Kompromiss verständigen, der die wesentlichen Eckpunkte für die Berechnung der Investitionskostensätze (IK-Sätze) für Neubauten festlegt. Im Interview erklärt Adelheid Frank-Winter, Abteilungsleiterin der Wirtschaftsberatung, die Neuerungen.

Frau Frank-Winter, eine grundsätzliche Frage zu Beginn – was sind denn IK?
IK sind Invetitionskosten, die für den Bau oder die Miete eines Pflegeheims und des notwendigen Inventars anfallen, sowie Instandhaltungsaufwendungen, die damit zusammenhängen. Es handelt sich damit nicht um Kosten des laufenden Betriebs des Pflegeheims. Die Investitionskosten sind vergleichbar mit den Ausgaben von Wohnungs- und Hauseigentümern für Investitionen wie Neubau, Ausbau, Renovierung, Anschaffungen oder Instandhaltungen. Die IK-Sätze sind damit neben den Pflegesätzen für Pflegeleistungen und dem Entgelt für Unterkunft und Verpflegung ein Bestandteil des Gesamtheimentgelts.

Die IK waren bisher umstritten. Was genau war das Problem?
Unklar war, welche Faktoren in welcher Höhe bei der Berechnung der IK-Sätze akzeptiert werden. Damit war auch unklar, welche Werte die Heimbetreiber bei der Finanzierungsplanung finanziellen Planung von Neubauten zugrunde legen können. Es mangelte an Planungssicherheit. Zudem wurden die Kosten- und Flächenrichtwerte pro Bewohner und Platz, welche die Kostenträger als wirtschaftlich akzeptiert haben, seit dem Jahr 1995 bzw. 2002 nicht mehr angepasst, obwohl sich die Anforderungen an die baulichen Gegebenheiten von Altenhilfeeinrichtungen seither stark geändert haben.

Inwiefern?
Für Pflegeheime gelten andere Bestimmungen und höhere Sicherheitsstandards als für normale Wohngebäude. So sind beispielsweise die Brandschutzauflagen sehr viel schärfer und ziehen höhere Kosten nach sich. Weiter führen beispielsweise die behindertengerechte Ausstattung von Zimmern sowie die damit verbundene Mehrung von Verkehrsflächen etc. zu höheren Aufwendungen. All dies war in den alten Richtwerten unberücksichtigt. Durch die Landesheimbauverordnung ergeben sich neue Anforderungen an die Zimmer, Doppelzimmer können nicht mehr belegt werden. Beides führt in der Regel zu mehr Fläche und damit Kosten je Platz. Manche Träger müssen neu bauen oder aufwendig sanieren. Gerade bei solch hohen Kosten ist es aber wichtig, dass die Träger genau einschätzen können, wie die Chancen zur Refinanzierung aussehen – und das hängt eben sehr mit der Berechnung des IK-Satzes zusammen.

Was hat sich nun seit Mai geändert?
Es wurden höhere Richtwerte bei Neubauten für die Kosten je Platz festgesetzt, mit denen die Betreiber in den meisten Fällen zurecht kommen können. Außerdem wurden weitere Parameter verbessert, wie beispielsweise die Abschreibungsdauer bei Neubauten und der Prozentsatz für Instandhaltungen. So haben Träger mehr Planungssicherheit und die Kosten sind eher zu fassen.

Welchen Verbesserungsbedarf sehen Sie noch?
Ich hoffe, dass man auch für Bestandsbauten in der Altenhilfe und generell für andere Hilfebereiche eine Klärung erreicht.

Vielen Dank für das Gespräch.

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Personalgewinnung

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Vorbereitungskurs in Kosovo
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Das Thema Personalgewinnung ist in der Politik angekommen. Politikerinnen und Politiker unterschiedlicher Couleur überbieten sich gegenseitig bei der Forderung nach zusätzlichen Stellen in der Pflege: 8.000, 25.000, 50.000. Nur, wie will man diese Stellen besetzen?

Gleichzeitig berichten kritische Medien regelmäßig von jungen Gambiern oder Afghanen, die trotz Ausbildung zum Altenpflegehelfer abgeschoben werden. Unterdessen steigen die Folgekosten des Personalmangels rasant: Leiharbeit ist teuer, nicht belegte Betten ebenso. Stellenanzeigen kosten viel Geld und haben immer weniger Erfolg. Mit Prämien und Zusatzleistungen versucht man Mitarbeitende zu locken. Die Gefahr von systemrelevanten Engpässen steigt, etwa bei den Anerkennungsstellen der Regierungspräsidien, bei den Ausbildungsplätzen, bei Pflegepädagogen und Anleitenden. Weil man bei der Personalauswahl immer seltener eine echte Wahl hat, wachsen die Herausforderungen angesichts einer zunehmenden kulturellen und auch religiösen Vielfalt.

Was bedeutet das alles für die diakonische Arbeit? Wie gelingt es neuen Mitarbeitenden, die christlich-ethischen Grundlagen diakonischer Arbeit zu vermitteln?
Vorbereitungskurs in Kosovo
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Ankunft der Auszubildenden am Flughafen
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Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es in Sachen Personalgewinnung keinen Königsweg gibt. Alle Möglichkeiten müssen genutzt werden. Und man braucht einen langen Atem. Kurzfristige Anwerbung von Fachkräften wird immer schwieriger. Ohne mittel- und langfristige Konzepte und Strategien geht es nicht. Die Integrationsfähigkeit der Einrichtungen und Dienste muss weiterentwickelt werden.

Personalgewinnung braucht Personalbindung in Gestalt guter und fairer Arbeitsbedingungen. An vielen Stellen hat sich gezeigt,dass durch Kooperation mehr erreicht werden kann. Etwa im Bereich der Nachwuchsgewinnung, bei Messeauftritten, bei Wiedereinstiegsseminaren, bei der Roadshow, bei den Ausbildungsprojekten im Kosovo und Bosnien. In den letzten Jahren hat das Diakonische Werk auch mit Hilfe von Projektmitteln Unterstützungs- und Beratungsangebote entwickelt: etwa im Rahmen des Welcome Centers Sozialwirtschaft, beim Thema Anerkennungsqualifizierung (videterra) oder bei Lehrgängen für die Kenntnisprüfung. Eine wichtige Rolle spielen die Freiwilligendienste. Sie bieten auch für Menschen mit Fluchthintergrund einen guten Zugang zu einer Ausbildung. Im Bereich der Hauswirtschaft konnten durch das Projekt oikos knapp 50 Geflüchtete auf dem Weg in eine Ausbildung begleitet werden. Neue Projekte sind in Vorbereitung, weil sich die Zusammenarbeit von Verband und diakonischen Trägern bewährt hat. Auf allen Ebenen sind dadurch Kompetenzen und Netzwerke entstanden, die kontinuierlich weiterentwickelt werden. Auch in personeller und struktureller Hinsicht muss für ausreichend Kontinuität gesorgt werden.

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Die Auszubildenden beim Jahrestreffen
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Immer deutlicher wird die politische Dimension des Themas. Es geht um Fragen der Integration und es geht um die Gestaltung fairer Arbeitsmigration. Die Anwerbung ausgebildeter Fachkräfte aus dem Ausland muss als alleiniges Ziel eines Einwanderungsgesetzes hinterfragt werden.

In vielen Ländern wird Personal im Gesundheitssektor dringend gebraucht. Brain drain muss deshalb vermieden werden. Und um gut arbeiten zu können, braucht es Zeit für Integration und Spracherwerb. Die Anwerbung junger Menschen aus Drittstaaten für eine Ausbildung in sozialen Berufen muss deshalb auch auf politischer Ebene als einlohnender, nachhaltiger und ethisch verantwortbarer Weg der Arbeitsmigration anerkannt werden. Der Erfolg der verschiedenen Ausbildungsprojekte verleiht dieser politischen Forderung den nötigen Nachdruck.
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Unter dem Motto „Mach Freunde zu Kollegen“, sollte Interesse für den Pflegeberuf geweckt werden. Wir haben Mitarbeitende aus ambulanter und stationärer Pflege gefragt, wie sie ihren Beruf sehen und welche positiven – aber auch negativen – Seiten er hat. Alle Videos der Serie finden Sie auf unserem YouTube-Kanal.
"Altenpflege ist der schönste Beruf, den man sich vorstellen kann!"
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Tarifpolitik

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Die KfU-Geschäftsstelle war lange Zeit mit der Einarbeitung der Entgeltordnung in die AVR-Württemberg Erstes und Zweites Buch beschäftigt. Auch fanden in Kooperation mit der ZGAST und dem Justiziariat ausführliche Schulungen zu dieser Thematik statt. Gemeinsam mit dem Referat Arbeitsrecht waren zahlreiche individuelle Anfragen der Mitglieder zur Entgeltordnung zu beantworten.

Tarifpolitisch geht es zur Zeit darum, ein Verfahren zur dauerhaften bzw. langfristigen Sicherung diakonischer Leistungsangebote in der AVR-Württemberg Erstes, Zweites und Fünftes Buch zu verankern. Die Erfahrungen haben zunehmend gezeigt, dass die wirtschaftlichen Folgen der strukturellen Veränderungen und die wirtschaftlichen Folgen der gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren, wie beispielsweise Ausschreibungsverfahren, durch die bisherigen Bestandssicherungsverfahren der AVR-Württemberg Fünftes Buch nicht hinreichend aufgefangen werden konnten. Dies betrifft derzeit in erster Linie die Hilfefelder der Arbeitslosenhilfe und der Jugendberufshilfe sowie die Berufsbildungswerke. Nur über zeitlich befristete Arbeitsrechtsregelungen wird es nicht möglich sein, die betroffenen Träger in den genannten Hilfefeldern zu halten. Gelingt es nicht, hier eine langfristige Bestandssicherung sicherzustellen, sind dabei nicht nur die Träger und die Arbeitsplätze der Mitarbeitenden, sondern auch die, die die Hilfe in Anspruch nehmen wollen, vom Verlust der genannten Angebote betroffen.

Um dieser Herausforderung zu begegnen, wurde seitens des Diakonischen Werks Württemberg ein Antrag in die Arbeitsrechtliche Kommission eingebracht, der auch in Fällen einer strukturellen, zeitlich nicht eingrenzbaren Bestandsgefährdung den betroffenen Mitgliedseinrichtungen eine Lösung anzubieten, die Planungssicherheit gibt und so Leitungsangebote langfristig sichern hilft. Momentan wird mit der Dienstnehmerseite in der Arbeitsrechtlichen Kommission intensiv über den Dienstgebervorschlag verhandelt.

Seit Herbst 2017 haben KfU-Geschäftsstelle und das Arbeitsrechtsreferat des Justiziariats die telefonische Arbeitsrechtsberatung erheblich ausgeweitet und so ihre Dienstleistungen verbessert. Zusätzlich zu den bisherigen Beratungszeiten an vier Vormittagen der Woche findet nun auch an drei Nachmittagen eine telefonische Arbeitsrechtsberatung statt.

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Zahlen, Daten, Fakten

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Impressum

Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V.
Heilbronner Straße 180
70191 Stuttgart

Telefon: 0711 1656-0
Telefax: 0711 1656-277

E-Mail: info@diakonie-wuerttemberg.de

Vertreten durch den gesetzlichen Vorstand

Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender
Eva-Maria Armbruster, Vorstand Sozialpolitik
Dr. Robert Bachert, Finanzvorstand

Registergericht

Amtsgericht Stuttgart
Vereinsregister-Nummer: 2360

Umsatzsteuer – Identifikationsnummer

DE 147801854

Redaktion

Abteilung Presse und Kommunikation
E-Mail: online@diakonie-wuerttemberg.de​​​​​​


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Jahresbericht 2017/2018

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Jahresbericht 2017/2018

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